Marzipanfarbene Blessuren
Ich folge meiner Faszination für kulturelles Schaffen bei gleichzeitiger Ernüchterung über das destruktive Potential menschlichen Handelns:
In meinen Aquarellen strapazieren diese beiden Antagonisten – Erschaffen und Zerleben – ein überaus fragiles Gleichgewicht. Fein verwoben werden Leichtigkeit und Schwere für ein Spiel mit der Vermeintlichkeit: zwar lieblich-verzerrt dräut am Ende die Abnutzung natürlicher Gefüge. Dekadenz und Vanitas. Es bleiben Ungewissheit und Beklommenheit in bonbonfarbener Gedrungenheit. Mit feinsten Kaum-Haar-Pinseln aufs Büttenpapier gelegt. Beiläufig zart und nichtsdestotrotz unheimlich schwer.
In diesen fragilen Kulissen untersuche ich Themen wie gesellschaftliche Verausgabung, Autodestruktivität von Schönheit sowie allgemeine Fragen zur Endlichkeit. Blatt für Blatt kartographiere ich zierliche Zerrüttungen. Emblematisch und allegorisch. Symbolisch und still.
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Mir geht es um die Nahbarkeit von Fragilität.
Hier online genügen Repros lediglich den web-Ansprüchen. Worte sind mitunter sperrig, zweidimensional oder evaporieren zu einem „traurig to go“.
Live sind meine Arbeiten und ich durchaus zugänglicher.